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  • Meinem Vaterland, der Republik Polen treu sein

     

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  • 11 November 2017

    Künstlerhaus München am 9. November. Als am 11. November 1918 Polen nach 123 Jahren der Unfreiheit seine Unabhängigkeit wiedererlangte, war auf den Straßen der polnischen Städte eine euphorische Stimmung zu spüren. An diesem Tag unterzeichnete Deutschland den Waffenstillstand, der den Ersten Weltkrieg beendete, und der Regentschaftsrat übertrug Józef Piłsudski die gesamte zivile und militärische Macht.

    Atom String Quartetts und Vladislav Adzik Sendecki

     

    Rainer Haselbeck, Regierungspräsident von Niederbayern

     

    Die Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1918 wurde dank der Ausdauer und Opferbereitschaft des aktiven Teils der polnischen Gesellschaft möglich, die in der Zeit der Unfreiheit den neuen Generationen junger Polen die Verbundenheit mit der nationalen Sprache und Kultur vermittelte. Der Erste Weltkrieg brachte auch eine günstige internationale Konstellation mit sich, in der die polnischen Teilungsmächte gegeneinander standen. Eine große Anstrengung zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit unternehmen Leuchten der polnischen Kultur – Ignacy Paderewski bewegte westliche Politiker zur Unterstützung der polnischen Sache. Aufgrund dieser Bemühungen betrachte US-Präsident Woodrow Wilson den Wiederaufbau eines unabhängigen Polen als eine Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Europa.

     

    Der November 1918 war der Auftakt für den Aufbau eines unabhängigen Polens, den Kampf um seine Grenzen und um die internationale Anerkennung. Das Ende des Ersten Weltkrieges bedeutete keineswegs Frieden für die Polen – Grenzkonflikte mit den Nachbarstaaten und der Krieg gegen das bolschewistische Russland in den Jahren 1919-1920 forderten von vielen, für das gerade wiedererlangte Vaterland ihr Leben zu lassen. Trotz der äußeren und durch die mehr als 120 Jahre der Teilung verursachten Schwierigkeiten bauten die Polen nach 1918 erfolgreich einen von Grund auf modernen Staat auf. Leider machte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 für fast ein halbes Jahrhundert erneut den polnischen Traum von der Unabhängigkeit zunichte.

     

    Der Nationalfeiertag der Unabhängigkeit wird seit 1920 gefeiert, den Rang eines Staatsfeiertages erhielt er 1937. Von den Besatzern während des Zweiten Weltkrieges und in den Jahren des Kommunismus verboten, wurde er 1989 wieder eingesetzt. Begleitet wird der Nationale Unabhängigkeitstag alljährlich von offiziellen Feierlichkeiten, die Hauptfeier unter Mitwirkung der höchsten Staatsorgane findet auf dem Piłsudski-Platz in Warschau statt, wie zur Zeit der Zweiten Polnischen Republik.

     

     
     

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